QuL-Get NRW

Die Gesamtschule der Stadt Brühl nimmt am länderübergreifenden Schulentwicklungsprojekt “Lernen im Ganztag” und am Mikronetzwerk 1 "Individualisiertes Lernen in Tabletklassen" teil.

QuL-Get NRW - Leben und Lernen im Ganztag

Digital Team – Digitales Lernen gemeinsam weiterentwickeln

Digitales Lernen gehört seit vielen Jahren zum Schulalltag der Gesamtschule der Stadt Brühl. Unser Digital Team begleitet und koordiniert diese Entwicklung und beschäftigt sich mit der Frage, wie digitale Medien das Lernen unserer Schüler*innen sinnvoll unterstützen können. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Technik selbst, sondern die Qualität von Unterricht und Lernen.

 

Die Arbeit des Teams ist eng mit der langjährigen Beteiligung unserer Schule an landesweiten Schulentwicklungsnetzwerken verbunden. Von 2016 bis 2024 nahm die Gesamtschule Brühl am Programm LiGa – Leben und Lernen im Ganztag teil. LiGa unterstützte Ganztagsschulen dabei, ihre Unterrichts- und Schulentwicklung in Netzwerken voranzutreiben und stärkte insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Schulleitungen und Schulaufsicht. Aus diesen Strukturen haben sich in Nordrhein-Westfalen neue Formen der schulübergreifenden Zusammenarbeit entwickelt, die heute unter anderem im Projekt QuLGet – Qualität und Lernen im Ganztag entwickeln, transferieren fortgeführt werden. Onlineportal für die Schulaufsicht

 

Auch im Regierungsbezirk Köln arbeiten Schulen weiterhin in solchen Entwicklungsnetzwerken zusammen. Bei einem von unserer Schule ausgerichteten Netzwerktreffen im September 2024 kamen die didaktischen Leitungen von knapp 50 Schulen des längeren gemeinsamen Lernens zusammen und bildeten acht thematische Netzwerke. Die Netzwerkarbeit ist an QuLGet und die Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW) angebunden.

 

Von Lernzeiten zum digitalen Lernen

Die Mitarbeit in diesen Netzwerken hat die Unterrichtsentwicklung unserer Schule bereits in mehreren Phasen begleitet.

 

Von 2020 bis 2024 beschäftigte sich das schulische Team insbesondere mit der systematischen Weiterentwicklung des digitalen Lernens. In diesem Zusammenhang wurde die 1:1-Ausstattung mit iPads ab Jahrgang 8 aufgebaut und pädagogisch begleitet. Bereits im damaligen LiGa-Netzwerk arbeitete unsere Schule im Mikronetzwerk „Individualisiertes Lernen in Tabletklassen“ mit anderen Schulen zusammen.

 

Heute verfügt die Gesamtschule Brühl damit über mehrere Jahre Erfahrung mit unterschiedlichen Formen der iPad-Nutzung:

  • In den Jahrgängen 5 bis 7 stehen den Klassen iPad-Taschen mit jeweils fünf Geräten zur Verfügung.

  • Von Jahrgang 8 bis zur Q2 arbeiten die Schüler*innen in einer 1:1-Ausstattung mit iPads.

  • In den Jahrgängen 7 und 8 vermittelt ein verbindlicher Office- bzw. iPad-Unterricht grundlegende Kompetenzen und schafft gemeinsame Standards für das digitale Arbeiten.

 

Unser aktueller Schwerpunkt: digitales Lernen überprüfen und weiterentwickeln

Nach mehreren Jahren intensiver Nutzung geht es für uns inzwischen nicht mehr vorrangig um die Frage, ob digitale Medien im Unterricht eingesetzt werden, sondern wie sie lernwirksam, verantwortlich und altersgerecht eingesetzt werden.

 

Deshalb nimmt das Digital Team gemeinsam mit dem QuLGet-Netzwerk unser bestehendes Konzept erneut systematisch in den Blick. Dabei werden sowohl erfolgreiche Bausteine als auch Bereiche untersucht, in denen neue Vereinbarungen oder pädagogische Antworten notwendig sind.

 

Dazu gehören beispielsweise der sinnvolle Einsatz digitaler Schulbücher, Chancen und Gefahren von KI, kollaborativer Anwendungen und weiterer digitaler Werkzeuge, verbindliche Standards für die Organisation des digitalen Arbeitens sowie die Frage, wann ein digitales Werkzeug gegenüber analogen Arbeitsformen tatsächlich einen Mehrwert bietet.

 

Genauso wichtig sind inzwischen Fragen der Medienerziehung: Wie lernen Schüler*innen, konzentriert mit einem jederzeit verfügbaren digitalen Gerät zu arbeiten? Wie gehen wir mit Ablenkung, Spielen, sozialen Medien oder anderen Störungen um? Welche Regeln und Routinen benötigen Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern? Und welche Kompetenzen brauchen Jugendliche angesichts neuer Entwicklungen wie Künstlicher Intelligenz?

 

Unsere mehrjährige Erfahrung mit iPads ermöglicht es uns dabei, Digitalisierung nicht mehr vor allem aus technischer Perspektive zu betrachten. Wir können inzwischen auf Erfahrungen aus zahlreichen Jahrgängen zurückgreifen und überprüfen, welche Formen digitalen Lernens sich bewährt haben, wo Schwierigkeiten entstehen und welche Standards wir als Schule gemeinsam weiterentwickeln müssen.

 

Lernen im Netzwerk

Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit bleibt der Austausch mit anderen Schulen. Schulentwicklungsnetzwerke ermöglichen es, unterschiedliche Erfahrungen miteinander zu vergleichen, erfolgreiche Konzepte kennenzulernen, Unterricht zu hospitieren und eigene Ansätze kritisch zu überprüfen. Genau dieses Prinzip – nicht jede Schule entwickelt für sich allein, sondern Schulen lernen miteinander und voneinander – gehört zu den zentralen Erfahrungen aus LiGa und wird in den heutigen Netzwerkstrukturen weitergeführt.

 

Das Ziel unseres Digital Teams bleibt dabei klar: Digitale Medien sollen selbstständiges, kooperatives und individuelles Lernen unterstützen – und Schüler*innen zugleich zu einem reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien befähigen.

 

Starkes Team in der Schule

Die Arbeit im Netzwerk wird an unserer Schule durch ein äußerst kompetentes und engagiertes Team getragen. Die Weiterentwicklung des digitalen Lernens ist damit keine Aufgabe einzelner Personen, sondern fest in der schulischen Zusammenarbeit verankert.

 

Eine wichtige Rolle übernimmt dabei unsere Digitalisierungsbeauftragte. Hinzu kommen die Medienscouts sowie zahlreiche weitere Lehrkräfte, die sich in besonderer Weise für digitales Lernen engagieren. Sie unterstützen unter anderem bei der Weiterentwicklung von Unterricht, bei Fragen rund um digitale Werkzeuge und Anwendungen sowie bei der Pflege und Weiterentwicklung unserer digitalen Infrastruktur.

 

Durch dieses Zusammenspiel von Netzwerkarbeit, schulischer Steuerung und praktischer Unterstützung im Alltag können neue Ideen nicht nur entwickelt, sondern auch erprobt, angepasst und nachhaltig in den Unterricht integriert werden.

 

QuL-Get NRW - Unsere Arbeit im Film