„Klimamonologe“ bewegen unsere Schüler*innen
Feuer, überall Feuer, was sich in rasender Geschwindigkeit ausbreitet und riesige Waldlandschaften zerstört. Die junge Schauspielerin Joyce spielt den 32 Schüler*innen der Geographiekurse EF dramatisch und eindrucksvoll vor, was sich einst in Kalifornien abspielte, und reißt sie zugleich mit durch die persönliche Darbietung. Sie schildert die Katastrophe aus der Sicht einer jungen Krankenschwester, die nur mit viel Glück der Feuerkatastrophe entkommt.
Bei den Klimamonologen handelt es sich um dokumentarische Theaterstücke von Autor und Regisseur Michael Ruf, bekannt durch Projekte wie die Asyl-Monologe und Mittelmeer-Monologe.
Die Klimamonologe erzählen wahre Geschichten von Menschen weltweit, die direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen sind – etwa Dürren, Überschwemmungen, Stürme und Waldbrände.
Beispiele für erzählte Schicksale sind: eine Familie in Bangladesch nach Zyklon Aila, eine Viehzüchterin in Kenia, die gegen Hunger kämpft, ein Klimaaktivist aus Pakistan, dessen Dorf durch Gletscherschmelze überflutet wurde und eine Krankenschwester, die den tödlichsten Flächenbrand in Kalifornien überlebt hat.
Alle Texte basieren auf Interviews, die mehrere Stunden oder Tage dauerten. Sie wurden nur gekürzt und verdichtet, ohne sprachliche Veränderungen oder erfundene Inhalte. Die Stücke machen die Klimakrise greifbar und emotional erfahrbar, indem es persönliche Geschichten statt abstrakter Zahlen zeigt.
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Nach dem etwa 30-minütigen Theaterstück leitete Makena, eine junge Expertin der Entwicklungszusammenarbeit, die Schüler*innen durch einen 2,5-stündigen Workshop, bei dem es vor allem darum ging, konkrete Handlungsoptionen im Falle der Brandkatastrophe in Kalifornien aus dem Blickwinkel verschiedenster Akteure (Politik, Krankenhaus, große Unternehmen etc.) zu entwickeln und zu präsentieren. Sie vertiefte zudem das Wissen der Schüler*innen zu den Ursachen und Folgen des Klimawandels und diskutierte mit den Schüler*innen über persönliche Handlungsmöglichkeiten, um der Klimakrise entgegenzuwirken.
Wir bedanken uns sehr bei Michael Ruf, dem Autor und Regisseur, bei Jwan Khalid für die Organisation, bei Joyce für die schauspielerische Darbietung und bei Makena für ihren Workshop.
Für die Schulprofilgruppe „Schule der Zukunft“
(Astrid Pfeifer)